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Incident Management

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Sebastian Leinhos

Managing Director

Incident Management: Incident Management umfasst alle Maßnahmen und Prozesse, mit denen Unternehmen ungeplante IT-Störungen oder Serviceunterbrechungen systematisch erfassen, priorisieren und effizient beheben, um den regulären Servicebetrieb schnellstmöglich wiederherzustellen.

Person arbeitet an Incident-Management-System am Laptop.
Inhalt
Incident Management – Key Takeaways

Störungen werden nach klaren Prozessen behoben, sodass geschäftskritische Abläufe schnell wieder laufen und Ausfallzeiten auf ein Minimum reduziert werden.

Der Incident-Management-Prozess folgt standardisierten Schritten wie Protokollierung, Klassifizierung, Priorisierung, Diagnose und Lösung, um eine konsistente Bearbeitung zu gewährleisten.

Jeder Incident wird zentral erfasst und dokumentiert, wodurch klare Verantwortlichkeiten entstehen und nachvollziehbare Abläufe jederzeit sichergestellt sind.

Routineaufgaben laufen automatisch ab, während Machine Learning die richtige Zuweisung unterstützt und dadurch Bearbeitungszeiten spürbar verkürzt.

Incident Management ist eng mit Modulen wie Problem Management, Change Management und der CMDB verknüpft und ermöglicht eine nahtlose End-to-End-Bearbeitung von IT-Störungen.

Was versteht man unter Incident Management?

Incident Management bezeichnet alle Maßnahmen und Prozesse, die darauf abzielen, ungeplante Vorfälle oder Störungen in der IT schnell zu erfassen, zu analysieren und zu beheben.

Ein Incident ist dabei jedes Ereignis, das zu einer Unterbrechung eines IT-Services führt oder die Servicequalität einschränkt. Ziel ist die Wiederherstellung des normalen Servicebetriebs in kürzester Zeit, um negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb zu minimieren.

Als zentraler Bestandteil von IT Service Management (ITSM) ist Incident Management eng mit dem ITIL-Framework (IT Infrastructure Library) verbunden. ITIL definiert den Incident als „jede ungeplante Unterbrechung oder Qualitätsminderung eines IT-Services“. Incident Management gibt IT-Teams klare Abläufe zur Identifizierung, Kategorisierung, Priorisierung und Lösung von Incidents.

Neben der schnellen Reaktion auf akute Probleme unterstützt Incident Management auch die Protokollierung und Analyse von Vorfällen, um wiederkehrende Störungen systematisch zu reduzieren. Damit ist es ein zentrales Werkzeug, um Servicequalität und Verfügbarkeit nachhaltig zu sichern.

Typische Beispiele für Incidents

  • Passwort-Reset: Ein Anwender hat sein Passwort vergessen und fordert über den Service Desk eine Zurücksetzung an.

  • Ausfall einer Anwendung: Eine E-Mail-Software oder eine Datenbank ist nicht mehr erreichbar und verhindert die normale Nutzung.

  • Netzwerkunterbrechung: Der Zugriff auf zentrale Systeme ist durch einen Verbindungsfehler unterbrochen.

  • Major Incident: Ein geschäftskritischer Service fällt komplett aus und legt Teile des Unternehmens lahm.

  • Fehler nach Software-Update: Nach einem Update treten Funktionsstörungen auf, die den regulären Betrieb beeinträchtigen.

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Der Incident-Management-Prozess nach ITIL

Der Incident-Management-Prozess nach ITIL stellt sicher, dass Incidents effizient erfasst, bewertet und gelöst werden. Das Hauptziel besteht darin, den normalen Servicebetrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen und dadurch die Auswirkungen auf das Unternehmen zu minimieren.

ITIL definiert dabei mehrere Schritte, die jeder Incident durchläuft:

  1. Incident-Protokollierung: Jeder Vorfall wird erfasst, manuell durch Anwender über den Service Desk oder automatisiert durch Monitoring-Tools. Eine präzise Beschreibung ist entscheidend, um spätere Analysen zu ermöglichen.

  2. Kategorisierung und Klassifizierung: Der Incident wird einer passenden Kategorie und Unterkategorie zugeordnet. So lassen sich ähnliche Störungen schneller identifizieren und entsprechende Lösungen ableiten.

  3. Priorisierung: Je nach Schweregrad und geschäftlicher Relevanz wird der Incident in der Bearbeitung eingeordnet. Kritische Fälle (sogenannte Major Incidents) genießen dabei höchste Dringlichkeit.

  4. Untersuchung und Diagnose: Das zuständige Team analysiert den Vorfall und leitet geeignete Maßnahmen zur Problembehebung ein.

  5. Lösung und Wiederherstellung: Der Service wird wieder in den normalen Betriebszustand versetzt. Dokumentierte Standardlösungen oder automatisierte Workflows können hier die Bearbeitungszeit deutlich verkürzen.

  6. Abschluss und Dokumentation: Nach erfolgreicher Bearbeitung wird das Ticket geschlossen. Alle relevanten Informationen werden dokumentiert, um künftige Incidents schneller zu lösen oder ganz zu vermeiden.

Vorteile von Incident Management für Unternehmen

Ein professionell aufgesetztes IT Incident Management ist ein zentraler Erfolgsfaktor im IT-Betrieb. Es sorgt dafür, dass Vorfälle strukturiert und nach einem definierten Prozess bearbeitet werden. Das Ziel ist es, Ausfallzeiten zu minimieren und die Servicequalität nachhaltig zu sichern.

Für Unternehmen ergeben sich daraus zahlreiche Vorteile:

Schnellere Wiederherstellung von Services: Durch standardisierte Workflows und klare Eskalationswege können Incidents deutlich schneller behoben werden. Das reduziert die Auswirkungen auf geschäftskritische Abläufe.

Reduzierung von Ausfällen und Störungen: Dank einer systematischen Incident Response lassen sich Störungen nicht nur schneller lösen, sondern auch präventiv verhindern (z.B. durch Analysen wiederkehrender Probleme).

Effizienzsteigerung für IT-Teams: Klare Rollen, strukturierte Tickets und dokumentierte Standardlösungen entlasten die Organisation. So bleibt mehr Zeit für strategische Themen anstatt für wiederkehrende Routineaufgaben.

Transparenz durch zentrale Dokumentation: Jeder Incident wird erfasst und ausgewertet. So entstehen wertvolle Daten für die Optimierung von Service Management Prozessen und die Einhaltung von Service Level Agreements.

Bessere Nutzer- und Mitarbeitererfahrung: Anwender erhalten schnelle Rückmeldungen über den Status ihrer Anfragen und profitieren von kürzeren Reaktionszeiten. Dies stärkt das Vertrauen in die IT und erhöht die Zufriedenheit im Alltag.

Langfristige Optimierung der IT-Infrastruktur: Durch die kontinuierliche Analyse und Dokumentation lassen sich Schwachstellen aufdecken und gezielt beheben. Das macht die gesamte Organisation resilienter gegenüber zukünftigen Vorfällen.

Incident Management in ServiceNow

In ServiceNow ist Incident Management ein wichtiges Modul des IT Service Management und bildet die Grundlage für eine schnelle, konsistente und transparente Bearbeitung von IT-Störungen. Alle Incidents werden von der Erfassung bis zur Lösung durchgängig dokumentiert, priorisiert und standardisiert abgewickelt.

In enger Verbindung mit Change Management, Problem Management und der Configuration Management Database (CMDB) sorgt das Modul dafür, dass IT-Teams nahtlos übergreifende Prozesse steuern können. So lassen sich Abhängigkeiten zwischen Services, Anwendungen und Infrastrukturen sofort erkennen und Störungen effizient beheben.

ServiceNow bietet dafür eine integrierte Oberfläche, die sowohl für Anwender als auch für IT-Teams klare Vorteile bringt:

  • Omni-Channel-Self-Service: Mitarbeiter können Vorfälle über das Service-Portal, E-Mail, den Chatbot oder die mobile App melden und jederzeit den Status einsehen.

  • Automatisierte Workflows: Standardisierte Abläufe und Playbooks beschleunigen die Bearbeitung, reduzieren Fehler und sorgen für konsistente Qualität.

  • Intelligente Zuweisung: Mithilfe von Machine Learning werden Incidents automatisch der passenden Gruppe oder einem Incident Manager zugewiesen.

  • Zentrale Transparenz: Alle Daten werden in der Configuration Management Database erfasst, wodurch Abhängigkeiten zwischen Services, Anwendungen und Ressourcen sofort sichtbar werden.

Best Practices im Incident Management

Incident Management ist die Basis für eine schnelle, konsistente und nachvollziehbare Bearbeitung von IT-Störungen. Richtig umgesetzt verbessert es die unternehmensinterne Zusammenarbeit und sorgt dafür, dass Ausfälle so kurz wie möglich bleiben. Nachstehend einige Best Practices:

  • Protokollführung: Jeder Incident sollte zentral erfasst werden – unabhängig von Schweregrad oder Ursache. So bleibt die Nachvollziehbarkeit gewahrt und Analysen werden erleichtert.

  • Kategorisierung vereinheitlichen: Einheitliche Kategorien und Prioritäten sorgen dafür, dass Vorfälle konsistent eingeordnet und effizient abgearbeitet werden können.

  • Standardlösungen nutzen: Häufige Incidents lassen sich mit vordefinierten Lösungen oder automatisierten Workflows schnell und zuverlässig beheben.

  • Kommunikation strukturieren: Klare Eskalationsregeln und regelmäßige Statusmeldungen schaffen Transparenz und verbessern die Abstimmung zwischen allen Beteiligten.

  • Automatisierung einsetzen: Routineaufgaben, etwa Passwort-Resets, sollten mit Workflow Automation automatisiert werden, um Kapazitäten für komplexere Vorfälle freizuhalten.

  • Ursachen und Maßnahmen dokumentieren: Nach Abschluss werden Ursachen und Maßnahmen festgehalten, damit ähnliche Incidents künftig schneller gelöst oder ganz verhindert werden.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist Incident Management?

Incident Management umfasst alle Prozesse, mit denen ungeplante IT-Störungen oder Serviceunterbrechungen schnell erfasst, priorisiert und gelöst werden. Ziel ist es, den normalen Servicebetrieb so rasch wie möglich wiederherzustellen und Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb zu minimieren.

Ein Incident ist eine akute Störung oder Qualitätsminderung eines IT-Services, die sofort behoben werden muss. Ein Problem beschreibt hingegen die zugrunde liegende Ursache von einem oder mehreren Incidents und wird im Rahmen des Problem Managements analysiert und nachhaltig gelöst.

Nach ITIL ist ein Incident „jede ungeplante Unterbrechung oder Qualitätsminderung eines IT-Services“. Incident Management verfolgt dabei das Ziel, die Servicequalität zeitnah wiederherzustellen und negative Auswirkungen auf Geschäftsprozesse zu begrenzen.

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