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Cloud-Migration

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Sebastian Leinhos

Managing Director

Cloud-Migration wird relevant, wenn lokale Systeme Wachstum, Skalierbarkeit oder moderne IT-Prozesse bremsen. Der Wechsel in die Cloud schafft die Basis für flexiblere Services und einen effizienteren Betrieb.

Person tippt am Laptop neben digitalen Symbolen.
Inhalt
Request for Proposal – Key Takeaways
Bei der Cloud-Migration werden Anwendungen, Daten, Workloads oder IT-Infrastruktur in eine Cloud-Umgebung verlagert.

Unternehmen reduzieren dadurch die Abhängigkeit von lokaler Hardware, nutzen Ressourcen flexibler und stellen moderne IT-Services schneller bereit.

Eine strukturierte Cloud-Migration bewertet jede Anwendung einzeln und legt fest, ob sie verschoben, angepasst, modernisiert, ersetzt, behalten oder abgeschaltet wird.

Mit ServiceNow lassen sich Betrieb, Support, Sicherheit und Governance so verbinden, dass Cloud-Services nach dem Umzug steuerbar bleiben.

Was ist Cloud-Migration?

Cloud-Migration bezeichnet den Umzug von Anwendungen, Daten, Workloads oder IT-Infrastruktur in eine Cloud-Umgebung. Statt eigene physische Server, Speicher, Netzwerke und Rechenzentren dauerhaft selbst zu betreiben, nutzen Unternehmen skalierbare Ressourcen eines Cloud-Anbieters in einer Cloud-Computing-Umgebung.

Für viele Unternehmen ist die Migration in die Cloud ein bedeutender Schritt der IT-Transformation. Sie reduziert die Abhängigkeit von lokaler Hardware, macht IT-Ressourcen flexibler verfügbar und schafft die Grundlage für moderne Cloud-Services, Automatisierung, Cloud-Anwendungen und schneller bereitgestellte IT-Services.

Trotzdem ist Cloud-Migration mehr als ein technischer Umzug. Anwendungen, Daten, Sicherheit, Kosten und Betrieb müssen von Anfang an mitgedacht werden. Sonst wandert alte Komplexität nur in eine neue Cloud-Umgebung.

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Cloud Migrationsstrategie: Die 6 R’s als Entscheidungsmodell

Eine Cloud-Migrationsstrategie legt fest, welcher Weg für welche Anwendung sinnvoll ist. Das 6-R-Modell hilft Unternehmen dabei, Anwendungen und Workloads vor der Migration einzuordnen. Diese Entscheidung ist wichtig, weil sie maßgeblich über Aufwand, Risiken, spätere Herausforderungen, Betrieb und zukünftige IT-Kosten entscheidet.

Folgende Migrationsstrategien bieten sich an:

  • Rehost: Die Anwendung zieht nahezu unverändert in die Cloud. Schnell, aber mit begrenzter Optimierung.

  • Replatform: Die Anwendung bleibt im Kern gleich, wird aber leicht an die Cloud angepasst.

  • Refactor/Re-architect: Die Anwendung wird umfassend modernisiert, um Cloud-Vorteile wie Skalierbarkeit und Automatisierung besser zu nutzen.

  • Repurchase: Ein bestehendes System wird durch eine SaaS-Lösung ersetzt.

  • Retain: Eine Anwendung bleibt vorerst in der bestehenden Infrastruktur, etwa wegen Compliance, Legacy-Systemen oder technischer Einschränkungen.

  • Retire: Nicht mehr benötigte Anwendungen oder Services werden abgeschaltet.

Welche Arten der Cloud-Migration gibt es?

Es gibt viele Wege in die Cloud. Die passende Migrationsart hängt davon ab, welche Cloud-Infrastruktur bereits vorhanden ist, welche Anwendungen betroffen sind und wie stark Sicherheit, Kosten, Betrieb und Skalierbarkeit gewichtet werden.

Rechenzentrum in die Cloud

Bei dieser Form der Migration werden Systeme aus dem eigenen Rechenzentrum ganz oder schrittweise in eine Cloud-Umgebung verlagert. Das entlastet die interne IT von Hardwarebetrieb und Wartung, verlangt aber eine saubere Erfassung von Daten, Workloads und Abhängigkeiten.

Hybrid-Cloud-Migration

Eine Hybrid-Cloud verbindet lokale Infrastruktur mit Cloud-Ressourcen. Unternehmen behalten bestimmte Systeme im eigenen Rechenzentrum oder in einer Private Cloud, während andere Anwendungen und Daten in eine Public Cloud wandern.

Cloud-zu-Cloud-Migration

Bei einer Cloud-zu-Cloud-Migration wechseln Anwendungen, Daten oder Workloads von einem Cloud-Anbieter zu einem anderen. Da jede Cloud-Plattform eigene Services, Sicherheitsmodelle und Betriebslogiken mitbringt, braucht dieser Wechsel eine genaue Analyse der Anwendungen, Datenbanken und Abhängigkeiten.

Migration in die Public- oder Private-Cloud

In der Public Cloud nutzen Unternehmen skalierbare Ressourcen eines großen Cloud-Anbieters. Eine Private Cloud bietet mehr Kontrolle und eignet sich besonders für hohe Anforderungen an Compliance, Datenschutz und Cloud-Sicherheit. Entscheidend ist, welche Cloud-Umgebung zum Geschäftsmodell und zu den Geschäftszielen passt.

Anwendungsmigration und Modernisierung

Bei der Anwendungsmigration steht die Software im Mittelpunkt. Anwendungen können nahezu unverändert verschoben, leicht angepasst oder grundlegend modernisiert werden, damit ihre Funktionalität zur neuen Cloud passt. Ein reines Verschieben erhält oft alte Einschränkungen, während Modernisierung mehr Skalierbarkeit und Automatisierung ermöglicht.

Die Vorteile einer strukturierten Cloud-Migration

Die Vorteile der Cloud-Migration entstehen vor allem durch Planung. Wer den Umzug sauber vorbereitet, hat mehrere Vorteile:
Mehr Kosteneffizienz: Unternehmen müssen weniger Hardware auf Vorrat betreiben und können Cloud-Ressourcen stärker am tatsächlichen Bedarf ausrichten.

Bessere Skalierbarkeit: Speicher, Rechenleistung und Services lassen sich schneller erweitern oder reduzieren.

Schnellere IT-Transformation: Die Cloud schafft eine Grundlage für Automatisierung, moderne Anwendungen, KI-nahe Prozesse und neue digitale Produkte.

Höhere Sicherheit: Cloud-Anbieter investieren stark in Schutz, Verfügbarkeit und Infrastruktur. Die Verantwortung für Konfiguration, Zugriffe und Daten bleibt aber beim Unternehmen.

Flexiblerer Betrieb: IT-Ressourcen können flexibel und bedarfsgerecht an steigende oder sinkende Anforderungen angepasst werden.

Globale Performance: Durch weltweit verteilte Rechenzentren können Anwendungen näher am jeweiligen Nutzer betrieben werden, was Ladezeiten reduziert und die Nutzererfahrung verbessert.

Schnellere Entwicklung: Nach dem Umstieg auf die Cloud arbeiten Entwicklungsteams häufig effizienter und können Anwendungen schneller bereitstellen. Cloudnative Anwendungen laufen in der Regel stabiler und verursachen weniger Ausfallzeiten.

Der Cloud-Migrationsprozess: So klappt die Migration in die Cloud

Eine erfolgreiche Migration in die Cloud braucht einen klaren Ablauf. Entscheidend ist, dass Strategie, Systeme, Daten, Sicherheit und Betrieb nicht getrennt voneinander betrachtet werden.

1. Strategie und Business-Case definieren

Am Anfang steht die Frage, warum die Migration sinnvoll ist. Unternehmen sollten Ziele, Kosten, Nutzen und passende Cloud-Anbieter früh bewerten. Strukturierte Verfahren wie Request for Information oder Request for Proposal helfen, Anbieter und Migrationspartner vergleichbar zu machen.

2. Bestand aufnehmen und Abhängigkeiten verstehen

Vor dem Umzug braucht es Transparenz. Welche Anwendungen laufen auf welchen Servern? Welche Datenbanken, Schnittstellen und Services hängen daran? Ohne diese Analyse entstehen schnell Ausfälle, doppelte Kosten oder unnötige Altsysteme.

3. Zielarchitektur und Migrationspfad festlegen

Jetzt wird entschieden, wie die neue Cloud aussehen soll. Public Cloud, Private Cloud, Hybrid Cloud oder Multi-Cloud müssen zur Strategie, zur Sicherheit und zu den Anforderungen der Stakeholder passen. Für jede Anwendung wird der passende Migrationspfad gewählt, etwa Rehost, Replatform oder Refactor. Dabei sollten IT-Betrieb, Security und Entwickler früh eingebunden werden.

 

4. Migration kontrolliert umsetzen

Die Übertragung erfolgt am besten schrittweise. Anwendungen, Daten und Workloads werden migriert, getestet und erst danach produktiv geschaltet. Bei einem IT Carve-out ist diese Phase besonders sensibel, weil Datenströme, Berechtigungen und Systeme sauber getrennt werden müssen.

5. Cloud-Computing stabilisieren und optimieren

Nach dem Umzug beginnt der laufende Betrieb. Ressourcen müssen überwacht, Kosten geprüft und ungenutzte Komponenten abgeschaltet werden. IT Operations Management (ITOM), IT-Monitoring und automatisiertes Patch-Management helfen, Cloud-Services stabil und kosteneffizient zu steuern.

Mit ServiceNow Cloud-Migration steuerbar machen

ServiceNow verbindet Cloud-Migration mit Betrieb, Support, Sicherheit und Governance. Dadurch behalten Unternehmen auch nach der Verlagerung den Überblick.

  • Mehr Transparenz im Cloud-Betrieb: Über ITOM und IT-Monitoring erkennt ServiceNow Systeme, Abhängigkeiten und Cloud-Services. So wird sichtbar, welche Anwendung wo läuft und welcher Geschäftsprozess betroffen ist.

  • Schnellere Abläufe im Support: ITSM bindet Cloud-Services in Incident-, Change- und Request-Prozesse ein. Das verhindert Einzelabstimmungen per E-Mail und schafft klare Workflows für Betrieb und Support.

  • Kontrollierter Zugriff auf neue Ressourcen: Service Request Management ermöglicht standardisierte Anfragen für neue Cloud-Ressourcen. Das reduziert Wildwuchs und sorgt dafür, dass neue Umgebungen nachvollziehbar bereitgestellt werden.

  • Bessere Sicherheit nach dem Umzug: SecOps und Vulnerability Management helfen, Sicherheitslücken und Fehlkonfigurationen schneller zu erkennen, zu priorisieren und in konkrete Maßnahmen zu überführen.

  • Nachvollziehbare Governance: IRM, ISMS und Third-Party-Risk-Management unterstützen dabei, Anbieter-, Compliance- und Sicherheitsrisiken sauber zu bewerten und zu dokumentieren.

Best Practices für eine erfolgreiche Cloud-Migration

Der Erfolg einer Cloud-Migration hängt selten an einem einzelnen Tool. Entscheidend ist, wie gut Unternehmen Komplexität reduzieren, Stakeholder einbinden und den späteren Betrieb von Anfang an mitplanen.

Klein anfangen, sauber lernen

Häufiger Fehler: Viele Unternehmen starten direkt mit kritischen Kernsystemen. Der Druck ist hoch, Fehler fallen spät auf und das Team sammelt Erfahrung an der falschen Stelle.

Der Lösungsweg: Beginne mit unkritischen Workloads, Testumgebungen oder klar abgegrenzten Anwendungen. So lassen sich technische Probleme, unklare Verantwortlichkeiten und Schwächen im Prozess früh erkennen. Erst wenn diese Grundlage stabil ist, folgen wichtigere Systeme.

Kosten und Betrieb ab Tag eins steuern

Häufiger Fehler: Nach der Migration laufen Ressourcen weiter, obwohl sie nicht mehr gebraucht werden. Testserver bleiben aktiv, Umgebungen wachsen unkontrolliert und die erwartete Kosteneffizienz bleibt aus.

Der Lösungsweg: Richte von Beginn an Transparenz über Nutzung, Kosten und Verantwortlichkeiten ein. Dashboards, klare Freigaben, IT-Monitoring und automatisierte Workflows helfen bei der laufenden Bewältigung des Cloud-Betriebs. So wird aus der Migration kein neuer Kostenblock.

Häufige Fragen und Antworten

Wie kann ein Unternehmen sicher in die Cloud migrieren?

Eine erfolgreiche Cloud-Migration umfasst Sicherheitsmaßnahmen, die als Teil des Refactorings implementiert werden müssen, um Datenverluste und Sicherheitsrisiken zu minimieren.. Ein Unternehmen sollte Cloud-Migration phasenweise planen, Risiken früh bewerten und sensible Daten nicht unkontrolliert an einen neuen Ort verschieben. Der sichere Weg führt über klare Governance, geprüfte Cloud-Anbieter, definierte Zugriffsrechte und laufende Überwachung nach dem Go-live.

Cloud-Migration verschiebt Kosten von festen Investitionen in Hardware zu flexiblen, nutzungsbasierten Betriebskosten. Das bietet die Möglichkeit, Ressourcen genauer am Bedarf auszurichten, verlangt aber konsequente Kontrolle, damit ungenutzte Cloud-Services keine neuen Kostenblöcke erzeugen. Unternehmen unterschätzen oft die vollen Kosten, die bei der Datenmigration anfallen, einschließlich neuer Netzwerkverbindungen zur Deckung des erhöhten Bandbreitenbedarfs.

Cloud-Migration bezeichnet den technischen Umzug bestehender Anwendungen, Daten und Workloads in die Cloud – oft nach dem „Lift-and-Shift“-Prinzip, ohne grundlegende Architekturveränderungen. Cloud-Transformation geht deutlich weiter: Sie nutzt die Cloud als strategischen Hebel, um Geschäftsprozesse, Betriebsmodelle und IT-Architektur grundlegend neu zu gestalten – inklusive kulturellem Wandel und dem Einsatz cloud-nativer Technologien wie KI oder Automatisierung.

Der wichtigste Grund liegt in der Verantwortung des Unternehmens: Auch in der Cloud bleiben Datenschutz, Zugriffsmanagement, Konfigurationen und regulatorische Vorgaben relevant. Sicherheit und Compliance müssen daher von Anfang an in Planung, Migration und Betrieb integriert werden. Gleichzeitig unterstützt die Cloud-Migration den Schutz von Daten sowie die Einhaltung von Governance- und Compliance-Anforderungen.

Viele Unternehmen betreiben gewachsene Legacy-Systeme, die sich nicht einfach in moderne Cloud-Umgebungen übertragen lassen und oft aufwendig modernisiert werden müssen. Zudem stellt die Sicherstellung der Datenintegrität eine große Herausforderung dar, da komplexe Abhängigkeiten zwischen Anwendungen und Daten bestehen, die vor der Migration sorgfältig berücksichtigt werden müssen. Daneben spielen Sicherheit, Compliance sowie das nötige interne Know-how eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Migration.

Die Sicherheitspraktiken ändern sich bei der Migration von einer lokalen Umgebung in die Cloud, wobei die Identitäts- und Zugriffsverwaltung komplexer und wichtiger wird. Cloud-Anbieter investieren in Sicherheitsinfrastrukturen und Compliance-Zertifizierungen, die oft über das Niveau lokaler Lösungen hinausgehen. Dennoch bleibt die Verantwortung für eine sichere Konfiguration und den Schutz sensibler Daten stets beim Unternehmen selbst.

Die Auswahl der Migrationsstrategie erfolgt anhand spezifischer Methoden wie Rehosting, Replatforming, Refactoring, Repurchase und Retain/Retire. Die gängigsten Migrationsstrategien liegen in einem Spektrum von einer geradlinigen Migration mit wenig bis gar keinen Änderungen an Anwendungen und virtuellen Maschinen (Rehosting) bis hin zu einem kompletten Neudenken der gesamten digitalen Infrastruktur (Umgestaltung oder Plattformwechsel).

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