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ServiceNow AI Control Tower

Bild von Sebastian Leinhos
Sebastian Leinhos

Managing Director

Der ServiceNow AI Control Tower schafft einen übergreifenden Ordnungsrahmen für den wachsenden KI-Einsatz in Unternehmen. Die Lösung verbindet strategische Ziele, regulatorische Vorgaben und operative KI-Prozesse und unterstützt dadurch Transparenz, Verantwortung und Kontrolle.

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Inhalt
ServiceNow AI Control Tower – Key Takeaways
Als entscheidende Steuerungsplattform bündelt der ServiceNow AI Control Tower KI-Systeme, KI-Agenten, Modelle, Datensätze, Prompts und externe KI-Tools.

Für Unternehmen schafft eine zentrale KI-Governance Transparenz über Verantwortlichkeiten, Risiken, Compliance und den Einsatz künstlicher Intelligenz.

Mithilfe von CMDB, Business Services und automatisierten Workflows lassen sich KI-Assets erfassen, prüfen, freigeben, überwachen und kontrolliert weiterentwickeln.

Von der ersten Bewertung über Entwicklung und Tests bis zum produktiven Betrieb begleitet die Plattform jede KI-Anwendung mit passenden Kontrollen und Nachweisen.

 

Was ist der ServiceNow AI Control Tower?

Je mehr KI-Anwendungen in Unternehmen zum Einsatz kommen, desto wichtiger werden Transparenz und Kontrolle. Der ServiceNow AI Control Tower schafft dafür eine zentrale Steuerungsplattform, die AI-Agents, Modelle, Datensätze, Prompts und externe AI-Tools übersichtlich erfasst.

Die Lösung läuft auf der ServiceNow-AI-Platform und integriert sich direkt in die Configuration Management Database (CMDB). Dadurch werden KI-Systeme mit bestehenden Anwendungen, Infrastruktur, Verantwortlichen und geschäftskritischen Services verknüpft.

Der Control Tower arbeitet anbieterübergreifend. Er erfasst native ServiceNow-AI-Funktionen, intern entwickelte KI-Modelle sowie Lösungen von Drittanbietern wie Microsoft Azure, AWS oder Google Cloud in einem entscheidenden Inventar.

Die Plattform entwickelt selbst keine KI-Modelle. Sie schafft den technologischen Rahmen, um KI-Systeme wie digitale Ressourcen zu steuern, Verantwortlichkeiten zuzuordnen und Governance in bestehende IT-Service-Management-Workflows einzubinden.

Damit unterstützt der AI Control Tower einen wichtigen Schritt der IT-Transformation: KI wird nicht mehr isoliert in einzelnen Fachbereichen eingesetzt, sondern als kontrollierter Bestandteil der gesamten IT-Landschaft betrachtet.

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IT-Transformation

Die Treiber hinter einer zentralen KI-Governance

KI wächst in vielen Unternehmen schneller als ihre Governance. Fachbereiche führen neue Tools ein, Entwickler testen Modelle und externe Anbieter bringen eigene AI-Solutions mit. Ohne gemeinsame Steuerung fehlen Überblick, Verantwortlichkeiten und belastbare Entscheidungen.

Vier Treiber machen eine Governance-Plattform besonders wichtig:

  • Schatten-KI und fehlende Transparenz: Neue AI-Tools gelangen oft ohne abgestimmten Implementierungsprozess in das Unternehmen. Ein wesentliches Inventar zeigt, welche KI-Systeme existieren, wem sie gehören und welche Data Sources oder Enterprise Applications damit verbunden sind.
  • Regulatorischer Druck durch den EU AI Act: Unternehmen müssen Risiken klassifizieren, Controls dokumentieren und Entscheidungen nachvollziehbar machen. Der AI Control Tower unterstützt automatisierte Compliance-Prüfungen und Governance nach Frameworks wie dem NIST AI RMF.
  • Neue Sicherheitsrisiken: Prompt Injection, unklare KI-Identitäten und unerwünschter Datenabfluss erweitern die Angriffsfläche. Die Verbindung mit Security Operations (SecOps) und Third-Party-Risk-Management hilft, externe Anbieter, Zugriffe und Sicherheitsvorfälle gezielter zu steuern.
  • Fehlender Nachweis des KI-Nutzens: Viele AI-Investments laufen weiter, obwohl ihre Wirkung unklar bleibt. Über Strategic Portfolio Management (SPM) lassen sich KI-Initiativen mit der Unternehmensstrategie verbinden und anhand von AI Value, Business Outcomes und ROI bewerten.

Die 5 Kernbereiche der ServiceNow-AI-Platform

Ein ServiceNow-AI-Control-Tower bündelt Strategie, Inventar, Steuerung, Risiko und Wertmessung auf einer bedeutenden Plattform. Erst dieses Zusammenspiel macht eine wachsende KI-Landschaft für Unternehmen dauerhaft kontrollierbar.

KI-Strategie: KI-Initiativen mit Business-Goals verbinden

Der erfolgreiche Einsatz von künstlicher Intelligenz beginnt mit der richtigen Auswahl. Der AI-Control-Tower hilft Unternehmen, neue KI-Initiativen nach strategischem Nutzen, Aufwand und erwartetem Geschäftserfolg zu bewerten.

Über Demand Management und Strategic Portfolio Management lassen sich Ideen erfassen, priorisieren und mit den Zielen des Unternehmens verbinden. So fließen Ressourcen gezielter in Vorhaben, die einen messbaren Beitrag leisten. Projekte ohne klaren Nutzen werden früh sichtbar.

KI-Asset-Inventar: KI-Systeme und AI-Agents zentral erfassen

Man kann nur steuern, was bekannt ist. Deshalb führt der AI-Control-Tower-Modelle, KI-Agenten, Prompts, Datensätze und weitere KI-Assets in einem gemeinsamen Inventar zusammen.

Über die CMDB werden diese Assets mit Anwendungen, Infrastruktur, Data Sources und Business Services verknüpft. Auch externe KI-Tools und selbst entwickelte Lösungen lassen sich integrieren. Dadurch entsteht eine belastbare Sicht auf das gesamte KI-Ökosystem und seine Abhängigkeiten.

KI-Steuerung: Den Lebenszyklus jedes AI-Agenten steuern

KI-Systeme brauchen klare Regeln von der Entwicklung bis zur Ablösung. Das Lifecycle-Management im AI-Control-Tower begleitet Modelle und Agenten durch Bewertung, Test, Freigabe, Einsatz, Überwachung und spätere Stilllegung.

Änderungen an Modellen, Prompts oder Berechtigungen lassen sich über IT-Change-Management kontrolliert ausrollen. Privileged Access Management begrenzt sensible Zugriffe auf Training, Konfiguration und Daten. Gleichzeitig sorgen Workflows dafür, dass Aufgaben, Freigaben und Verantwortlichkeiten über Teams hinweg nachvollziehbar bleiben.

KI-Risiko & Compliance: Anforderungen aus dem EU-AI-Act steuern

Der AI-Control-Tower unterstützt Unternehmen dabei, KI-Risiken systematisch zu bewerten und regulatorische Anforderungen laufend zu überwachen. ServiceNow integriert dafür automatisierte Compliance-Checks für den EU-AI-Act und unterstützt zugleich Governance nach dem NIST-AI-Risk-Management-Framework.

Über Integrated Risk Management (IRM) werden Risikobewertungen, Kontrollmaßnahmen und Nachweise direkt mit den jeweiligen KI-Systemen verbunden. Auch bestehende Compliance- Frameworks wie BSI-Grundschutz oder ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) lassen sich einbinden.

Erkennt die Überwachung Auffälligkeiten wie Datenabfluss, Drift oder riskante Modellreaktionen, können automatisch Prozesse in Security Operations oder im Vulnerability Management angestoßen werden.

KI-Wertschöpfung: Business Value messbar machen

KI-Investitionen brauchen belastbare Ergebnisse. Der AI-Control-Tower liefert Echtzeit-Kennzahlen zu Nutzung, Performance, Produktivität, Kosten und KI-Wertschöpfung.

Dadurch wird sichtbar, welchen Business-Impact einzelne Systeme tatsächlich erreichen. Das kann eine kürzere Bearbeitungszeit im Incident-Management, eine höhere Automatisierungsquote im Service-Request-Management oder die Entlastung des Supports durch einen Virtual Agent sein. Diese Kennzahlen unterstützen das Decision-Making im Management. Unternehmen erkennen schneller, welche KI-Anwendungen skalieren sollten, wo Optimierung nötig ist und welche Initiativen keinen ausreichenden geschäftlichen Mehrwert liefern.

Vom Assessment bis zum Betrieb: Der KI-Lebenszyklus

Der ServiceNow-AI-Control Tower begleitet KI-Systeme und KI-Agenten über ihren gesamten Lebenszyklus. Bewertung, Entwicklung, Freigabe und laufende Überwachung greifen dabei als zusammenhängender Prozess ineinander.

1. Evaluieren

Am Anfang steht die Frage, ob AI-Initiativen strategisch sinnvoll und regulatorisch tragfähig sind. Neue Vorhaben werden im Demand-Management erfasst und anhand des geschäftlichen Mehrwerts, des Aufwands und der erwarteten Risiken bewertet.

Der AI-Control-Tower stößt passende Risikobewertungen und Compliance-Checks an. Dazu gehören unter anderem die Einstufung nach dem EU-AI-Act, die Prüfung sensibler Data Sources und der Abgleich mit Vorgaben aus dem BSI-Grundschutz. So gelangen vor allem Projekte mit klarer Strategie und einem messbaren, erwarteten Geschäftserfolg in die Umsetzung.

2. Entwickeln & Testen

In der Entwicklungsphase werden Modell, Datensätze, Prompts und technische Abhängigkeiten im wesentlichen KI-Inventar dokumentiert. Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Komponenten und Daten in das KI-System einfließen.

Tests prüfen anschließend Performance, Sicherheit, Verzerrungen und unerwünschte Ergebnisse. Gleichzeitig werden Kontrollmaßnahmen, Freigaben und Verantwortlichkeiten über Workflows gesteuert. Vor dem Rollout durchläuft das System das IT-Change-Management, damit Änderungen kontrolliert und mit vollständigen Nachweisen produktiv gesetzt werden.

3. Bereitstellen & Überwachen

Nach der Freigabe beginnt der laufende Betrieb. Der Control Tower überwacht Nutzung, Performance, Risiken und Compliance kontinuierlich und stellt dafür Echtzeit-Kennzahlen bereit.

IT-Monitoring und AIOps machen sichtbar, wenn sich Ergebnisse verschlechtern, ungewöhnliche Agent-Aktivitäten auftreten oder ein Leistungsabfall (Model Drift) entsteht. Erkennt das Vulnerability Management eine neue Schwachstelle, können automatisch Incidents, Prüfungen oder weitere Sicherheitsmaßnahmen ausgelöst werden.

So bleibt das Lifecycle-Management auch nach dem Go-live aktiv. KI-Systeme werden laufend bewertet, optimiert und bei Bedarf kontrolliert außer Betrieb genommen.

KI mit Business-Services und Workflows operativ verbinden

Der Control Tower ordnet KI-Systeme als reguläre Bestandteile der IT-Landschaft ein. Modelle, Prompts und KI-Agenten werden über die Configuration Management Database mit Anwendungen, Infrastruktur, Verantwortlichen und Business Services verbunden.

Diese Integration schafft im Betrieb konkreten Nutzen:

  • Störungen schneller einordnen: Fällt ein Sprachmodell aus oder liefert es fehlerhafte Ergebnisse, erkennt IT Operations Management (ITOM) die betroffenen Services. Über Incident Management kann direkt ein Ticket erstellt und dem zuständigen Team zugewiesen werden.
  • Routineaufgaben kontrolliert automatisieren: Im Employee Center und Service Request Management übernehmen Virtual Agents und Workflows wiederkehrende Anfragen. Der Control Tower überwacht dabei Qualität, Performance und Regelkonformität.
  • KI-Entscheidungen nachvollziehbar halten: In IT-Service-Management (ITSM) und HR-Service-Delivery (HRSD) bearbeiten KI-Agenten zunehmend sensible Prozesse. Definierte Freigaben und Human-in-the-Loop-Verfahren sorgen dafür, dass Mitarbeiter bei kritischen Entscheidungen eingreifen können.

So bleibt KI eng mit dem operativen Geschäft verbunden. Die Plattform unterstützt zahlreiche Integrationen und schafft eine gemeinsame Prozessbasis für verschiedene KI-Agenten, Systeme und Teams.

Die größten Herausforderungen bei der Einführung

Die Einführung eines AI-Control-Towers beginnt häufig mit einer unübersichtlichen KI-Landschaft. Unterschiedliche Tools, Anbieter, Datenquellen und Verantwortlichkeiten müssen zuerst sichtbar und sauber geordnet werden.

Typische Hürden sind:
Unvollständiges KI-Ökosystem: Fachbereiche nutzen oft verschiedene KI-Tools und Cloud-Dienste. Das Mapping in der CMDB braucht deshalb eine belastbare Datenbasis und klare Eigentümer.

Fehlendes Plattform- und KI-Know-how: Für Einrichtung und Betrieb werden Kenntnisse über ServiceNow, KI-Modelle, Governance und Risikomanagement benötigt. Erfahrene Implementierer und geschulte interne Teams verkürzen diesen Einstieg.

Widerstand gegen neue Kontrollmaßnahmen: Strenge Regeln aus dem Zero-Trust-Modell oder Privileged Access Management können zunächst als Bremse wirken. Klare Prozesse und verständliche Zuständigkeiten erhöhen die Akzeptanz.

Laufender Pflegeaufwand: Der Control Tower erkennt Leistungsabfälle, Sicherheitsprobleme und auffällige Agent-Aktivitäten. Nachtraining, Prompt-Anpassungen und fachliche Korrekturen bleiben jedoch Aufgaben der verantwortlichen Teams.

Ein gestufter Start mit kritischen KI-Systemen und klar abgegrenzten Business-Services reduziert Komplexität und schafft früh verwertbare Ergebnisse.

Häufige Fragen und Antworten

Was macht der ServiceNow AI Control Tower?

Der ServiceNow AI Control Tower erfasst KI-Modelle, Prompts, Datensätze und AI-Agents in einem zentralen Inventar. Das Governance-Tool verbindet dieses AI-Ecosystem mit Risikoanalysen, Compliance-Prüfungen und Kennzahlen zum wirtschaftlichen Nutzen.

Über die Verbindung von KI-Assets, CMDB und automatisierten Workflows entsteht eine zentrale Steuerungsebene. Erkennt die Plattform Model Drift, auffälliges Verhalten oder eine Schwachstelle, können ein Risk-Assessment, ein Incident oder weitere Maßnahmen für das zuständige Team ausgelöst werden.

Hinter „A single AI platform“ steht eine gemeinsame Plattform für KI-Strategie, Governance, Sicherheit und operative Prozesse. Unternehmen können ihre AI-Systeme dadurch mit bestehenden Enterprise-Software-Strukturen, Business-Services und Integrationen verbinden, ohne für jeden Anwendungsfall eine eigene Steuerungsebene aufzubauen.

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